klaus martens

Winter im Sommer


winter im sommer


Winter im Sommer

In ihren Schalen wie Morgensterne die Kastanien,
unpflückbar klein die grünen Äpfel, festgehakt
an ihren Stielen, grün auch der Wein, die harten,
kleinen Trauben im kalten Nacht- und Tagesregen.

Es wird nicht richtig hell und die Tage verkürzen
das graue Licht aus den Wolkenfiltern – es ist
Sommer und wieder nicht, es ist Winter noch
nicht, Herbst liegt versteckt in den Regenrinnen.

Was soll aus uns werden, wenn der erwartete
Zeitenlauf bricht, zerstörte Brücke im Jahresfluss?
Wo stürzen wir ohne Übergang hinaus, wo hin?
Die enttäuschte Erwartung erweckt unsere Kraft.

© Klaus Martens


Die LYRIC GALLERY

Liebe Lyrik-Freunde!
Leider habe
ich in den letzten Jahren
viel zu wenig Zeit
für diese Seite gefunden.
Deshalb werde ich sie nun
"einfrieren“.
Da aber so viele schöne
Texte drauf sind,
lösche ich sie nicht,
sondern bestücke sie
nur nicht weiter.
Viel Freude beim
Immer-Wieder-Lesen!

Eure evelyne w.

Kommentare

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Ich hab mich von dem Schock noch gar nicht erholt,...
Josef Mühlbacher (Gast) - 27. Okt, 18:24
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